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X8

Thekla wurde um vier Arme erleichtert. Doch nicht um vier Motoren, nun hängen je zwei davon an einem Arm, in koaxialer Anordnung. Was bringt das für Vorteile? Das Gerät wird um einiges kompakter und damit besser transportierbar. Ein Umklappen der Rücksitzbank bei Transport im Kofferraum ist bei meinem kleinen Auto nun nicht mehr nötig. Außerdem sollte diese Antriebsart rein theoretisch sogar effizienter funktionieren als Einzel-Propeller: Durch die zwei Luftschrauben wird der Luftstrom schneller beschleunigt und ist damit gerichteter. Idealerweise sollte man dabei Propeller mit verschiedenen Anstellwinkeln verwenden, da das in unserem Fall nur schwer möglich ist, habe ich das Regelverhalten im Mixer geändert und den unteren Motoren etwas mehr Dampf gegeben (72 statt 64 funktioniert ganz gut). In der Praxis zieht diese Anordnung bei selbem Gewicht leider ca 10 Prozent mehr Strom als als klassischer Okto.

Ansonsten hat sich wenig geändert. Das Flugverhalten ist überraschenderweise nicht merklich schlechter als vorher, obwohl sich die Hebel der Motoren ja deutlich verkleinert haben und man somit ein nervöseres Verhalten erwarten würde. Bei schnellen Abstiegen wird’s leider noch ein wenig ruppig, mal sehen ob man das mit den gängigen Parametern in den Griff bekommt.

Die Befestigung der Motoren an den Alu-Armen ist möglichst simpel gehalten. Je eine Platte aus 1mm GFK und dazwischen ein gedrucktes Zwischenstück. Der obere Motor wird mit dem Alu-Arm verschraubt, während der untere nur am GFK befestigt ist und durch die vier Verbindungsschrauben gehalten wird.

1129min

Meine Flight-Ctrl hat laut Anzeige im Koptertool mittlerweile eine Flugzeit von 1129 Minuten auf dem Buckel. Das sind 18 Stunden und 49 Minuten. Und das seit Anfang Januar.

Bisherige Probleme mit der Mikrokopter Elektronik: Keine. Der Vergleich zu den Erfahrungen mit dem ArduCopter Projekt ist verlockend, schließlich hatte ich damit arge Probleme und nicht selbst verursachte Abstürze, jedoch sehr unfair. Komplett anderer Ansatz (Open Source, nicht kommerziell, dadurch viel „verspielter“), andere Preisklasse, andere Zielgruppe, mehr Erfahrung und bessere technische Ausstattung meinerseits und so weiter… Lassen wir das Thema.

Schön zu sehen, wie flugsicher und komfortabel ein Multicopter sein kann. Ich bin mehr als zufrieden.

Auf Biegen und Brechen

Ich habe sie gestern gequält. Da ich wissen wollte, ob die faserverstärkten EPP Propeller nun wirklich halten, habe ich die Thekla einige Akkuladungen sportlich aggressiv rumgescheucht.

Sie halten nicht.

Warum ich nach dem Bruch noch so lange geflogen bin ohne sofort eine Notladung hinzulegen? Nun, zuerst hab ich nicht kapiert, dass was nicht stimmt, deswegen bin ich erst mal wieder in Richtung Haus geflogen. Der Copter lag absolut stabil in der Luft und war einwandfrei steuerbar, deswegen ging ich nicht das Risiko ein, blind auf dem Acker zu landen. Außerdem stand ich auf der Terrasse und hatte keine Schuhe an, diese musste ich mir erst noch holen und anziehen. 😉

Blinkend oder Dauerlicht

Durch Zufall habe ich Folgendes rausgefunden: Man kann über einen Dreifach-Schalter des Sender’s die LEDs auf Aus/Blinkend/Dauerlicht schalten. Dazu muss man im Koptertool natürlich zuerst einen entsprechenden Schalter auf einen Ausgang konfigurieren. Dann sieht man sich die Kanäle an: Aus ist bei 0, klar. Dauerlicht bei 127. Alle dazwischenliegenden Werte bestimmen die Geschwindigkeit des im „Ausgänge“-Reiters bestimmten Musters („Bitmaske“).

Wenn man nun am Sender den Wert für die Mittelstellung eines Dreifach-Schalters umändert, kann man eben diese Geschwindigkeit festlegen. Zum Beispiel so (MX-20 Servoeinstellungen):

Eine weitere Kleinigkeit. Aber letztendlich machen diese Kleinigkeiten und Spielereien den Reiz eines solchen Projekts doch aus, oder nicht?

Mein Okto heißt jetzt Thekla

Warum? Acht Beine, rote Haube, Kindheitserinnerungen. 🙂

Mikrokopter – Der Erstflug

Was soll ich groß sagen. Alles funktioniert wie erwartet. Der Copter ist sauber abgestimmt und gutmütig, wirkt dabei jedoch nicht träge. Der barometrische Höhenregler ist natürlich in Bodennähe nicht vergleichbar mit der ArduCopter Lösung, die ein zusätzliches Bodensonar verwendet, geht jedoch ausreichend genau. Dynamic Position Hold und Coming Home funzt ebenso fein.

Sehr, sehr cool ist die Fülle an Telemetriedaten, die auf dem Sender ankommen. Diese werden im speziellen Telemetriemenü des Empfängers sehr übersichtlich dargestellt. Die Sprachausgabe konnte ich noch nicht testen, ich bin mir jedoch sicher, dass sie bei Flugsituationen, die ein hohes  Maß an Konzentration erfordern, sehr nützlich sein wird.

Ein Erstflug ohne Probleme. Wollen wir hoffen, dass es auch dabei bleibt!

Mikrokopter – Erweiterter LiPo-Halter

Die flachen LiPos aus dem Mikrokopter Shop sind zwar qualitativ recht gut (zumindest ist mir nichts gegenteiliges bekannt), preislich aber ziemlich abgehoben. Da ich mit SLS Akkus bisher sehr gute Erfahrungen sammeln konnte und davon noch ein paar rumliegen habe, will ich diese weiterhin nutzen. Nur leider ergibt sich dann das Problem, dass der LiPo Halter des Mikrokopters entweder für die flachen oder für die „normal“ geformten Akkus passt. Daher hab ich eine Art Adapterplatte konstruiert und ausgedruckt, diese wird einfach zwischen die beiden GFK Elemente des Halters befestigt.

Außerdem bietet diese einfache Platte auch noch Platz für Erweiterungen wie Telemetriefunkmodul, FPV Sender und Telemetrie.

Sollte man auch im Shop kaufen können, sowas.

Mikrokopter – Diesmal mach ich alles richtig!

Nach vielen unschönen Erfahrungen habe ich mir diesmal vorgenommen, nichts dem Zufall zu überlassen. Eine wichtige Sicherheitsmaßnahme ist die Verwendung eines GPS-GSM-Trackers, um das havarierte Fluggerät bei einer Außenlandung orten und bergen zu können. Zur Befestigung dieses Geräts habe ich eine einfache Halterung konstruiert und gedruckt.

Mikrokopter – Ein rundes Produkt

Nach nur drei Tagen kam das Paket trotz Vorkasse und Weg quer durch Deutschland sicher bei mir an (DHL zählt damit weiterhin zu meinem bevorzugten Paketdienst). An der Verpackung wurde nicht gespart, alles ist sehr ordentlich geschützt und schon nach Bauabschnitten vorsortiert. Der Aufbau gestaltete sich dank der sehr guten Beschreibung im Wiki als unkompliziert. Alle Teile sind wie abgebildet und passen 1a. Genügend Ersatz-Kleinteile wie Schrauben etc. sind vorhanden. Außerdem liegen ausreichend viele „Betriebsmittel“ wie Schrumpfschläuche und Kabelbinder bei. Man kann also, entsprechendes Werkzeug vorausgesetzt, diesen Bausatz ohne zusätzliche Teile aus anderen Quellen zusammenbauen.

Im Vergleich zum ArduCopter Kit stinkt dieser Bausatz geradezu nach Qualität. Ein Vergleich ist jedoch unangebracht, schließlich bewegen wir uns hier in einer ganz anderen Preisklasse. Man bemerkt den qualitativen Anspruch der Entwickler schon an den Alu-Armen. Diese sind eloxiert und sehr, sehr sauber verarbeitet. Alles ist gut durchdacht und wohltuend pragmatisch konstruiert. Lösungen wie die Propelleraufnahme und die Entkoppelung der Elektronik durch Gummidämpfer überzeugen. Man ist dazu geneigt, das im Ausland immer noch geltenden Qualitätssiegel „Made in Germany“ zu vergeben.

Nach nur 8 Stunden Bauzeit war alles fertig. Und mit alles meine ich auch alles. Es ist ein absolut „rundes“ und verkaufsfähiges Produkt ohne irgendwelche Haken. Mir hat der Zusammenbau sehr viel Spaß bereitet, es ging alles sehr einfach von der Hand. War fast schon langweilig.

Da kann man fast schon vergessen, dass die Firmware des Geräts zum Teil Closed Source ist (verschlüsselter Bootloader).