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Was nun, ArduCopter?

Leute, ich brauch erst noch ein wenig Zeit, diesen Tiefschlag zu verdauen. Von daher werd ich das Projekt wohl erst mal ein wenig ruhen lassen. So für ein paar Wochen. Bis mich die Lust wieder packt (erfahrungsgemäß deutlich früher als ein paar Wochen :)…

Rückkehr zum Quadrocopter?

Vom Hexa bin ich ja recht enttäuscht. Dieser ist mir nun schon in zwei Situationen abgeschmiert, die eigentlich durch die vorhandene, ich nenn es mal, Auftriebs-Redundanz hätten abgefangen werden sollen. Außerdem brauch ich die zusätzliche Hubkraft nicht, ich denke, in der derzeitigen Konfiguration auch mit weniger möglicher Nutzlast auskommen zu können.

Verbesserungen?

Ja! Dickere Arme! Die originalen ArduCopter Arme sind mir zu schwächlich, zu teuer als Ersatzteil, außerdem will ich auf keinen Fall wieder diese komische Motorhalterung aus zwei Acrylteilen. Aus diesem Grund hab ich mir ein paar Meter 15x15x2 mm Alu Vierkant-Rohre bestellt. Stabil genug sind diese sicher, ob sie jedoch auch vom Gewicht her aktzeptabel sind, kann ich noch nicht sagen.

Außerdem will ich einen zusätzlichen Schutz für die fragile Elektronik einbauen. Ich denke da an eine Tupperdose. Zusätzlich noch entkoppelt, am besten mit ein paar von diesen Gelwürfeln. Muss wohl mal auf ne Tupperparty oder meiner Freundin heimlich was klauen. 🙂

Auf längere Sicht schwebt mir ein Rahmen aus Carbon vor. Diesen will ich selbst konstruieren und auf der CNC-Fräse eines Freundes schneiden lassen. Aber bevor ich so viel Geld für diesen Werkstoff ausgebe, werd ich wohl erst noch beim schon vorhandenen Rahmen bleiben, zumindest so lange bis der Copter mal ordentlich und über einen längeren Zeitraum hinweg fliegt.

Zu früh gefreut

Erneuter, diesmal ziemlich krasser Rückschlag. Aber seht selbst:

Nach ca. zehn Akkuladungen problemlosen Fluges mal wieder ein Absturz. Die Ursache ist schnell gefunden: Beim ersten Knacken hört man, wie der Aluminiumarm an einer Schraube der Motorhalterung bricht bzw. aufreisst. Der Copter bleibt noch einigermaßen stabil, ich hatte jedoch nicht den Eindruck, ihn noch irgendwie kontrollieren zu können. Aber so genau weiß ich nicht mehr, was ich gemacht habe, es ging alles so schnell.

Doch leider hält die stabile Fluglage nicht lang an, beim zweiten knackenden Geräusch bricht der Motor komplett ab. Und es geht abwärts. Wie ein Stein.

Die so oft genannte erhöhte Flugsicherheit eines Hexacopters (im Vergleich zu einem Quadro) konnte mal wieder nicht bestätigt werden. Theoretische Redundanz hin oder her, bei Verwendung eines ArduPilot zur Lagestabilisierung funktioniert das überhaupt nicht.

Wie gesagt, die Ursache war schnell gefunden. Die im ersten offiziellen ArduCopter Kit verbauten Aluarme sind leider sehr gewichtsoptimiert und daher sehr dünnwandig. Deswegen auch diese Konstruktion der Motorhalterung mit zwei Acrylplatten… Mal wieder was gelernt.

Auch die anderen Arme wurden heftigst in Mitleidenschaft gezogen.

Besagter Arm. Hier sieht man einige Kratzer, vom Propeller des losen Motors reingehauen.

Sonstige Schäden:

  • Da der Copter kopfüber auf einem Baumstumpf aufschlug, hat der die Elektronik schützende Acrylkäfig nicht gehalten, beim Olipan (Sensor-)Board fehlen nun ein paar Bauteile. Keine Ahnung ob ich das reparieren kann.
  • Das auf das Sensor-Board gelötete Magnetometer ist auch im Eimer.
  • Alle Propeller sind natürlich kaputt.
  • Ich glaub einen Motor hat’s auch erwischt, da ist wohl die Welle verbogen.
  • Ein Landegestell mal wieder gebrochen.
  • Sogar die Centerplate, also die Basis der Arme, hat einen Knacks weg.

Ob der APM noch funktioniert, kann ich noch nicht sagen, ich hab mich noch nicht getraut es zu testen.

Aber da die letzten Flüge sehr, sehr erfolgreich verlaufen sind, wird der Copter wieder aufgebaut. Noch geb ich mich nicht geschlagen. Und wer weiß, vielleicht erreicht der Copter doch irgendwann eine gewisse Reife? Ich steh jedenfalls noch voll hinter diesem Projekt!