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Weihnachten ist gerettet!

Seit dem Messerschmidt-Debakel war ich nicht mehr fliegen. Ich war kurz davor, dieses schöne Hobby komplett aufzugeben. Aber letztendlich war/ist meine Faszination für Flugmaschinen stärker. Nachdem es letzte Woche das erste Mal in dieser Saison geschneit hat, kam ich auf die Idee, der Kadett Kufen zu verpassen, um auf der halbwegs geschlossenen Schneedecke starten und landen zu können. Weiterlesen

Brennt wenigstens gut.

Kein Kommentar.

Das kurze Leben der Bf-109

Der fatale Absturz war für dieses Muster schon fast klassisch und durchaus vorbildgetreu. Durch die enorme Kopflastigkeit und die dadurch entstehende Kippgefahr bei kleinsten Bodenunebenheiten ist man versucht, die Maschine möglichst schnell hochzubekommen. Außerdem schont man so das ziemlich fragile Fahrwerk. Durch die geringe Spurweite in Kombination mit zu viel Motorleistung muss man höllisch aufpassen, dass das Gerät nicht ausbricht und abkippt. Und genau das ist passiert. Schon halb in der Luft kippt die Maschine plötzlich nach links weg, dummerweise hab ich vor Schreck Vollgas gegeben, was die Sache noch verschlimmert hat. Letztendlich schlug die Messerschmidt aus nicht mehr als einem Meter Höhe seitlich über die linke Fläche ein. Dass es das Modell dabei so dermaßen zerlegt hat, finde ich gelinde gesagt erstaunlich. Etwas mehr Stabilität hätte ich schon erwartet.

Das Modell an sich ist sehr gelungen. Die etwas haarigen Starts und Landungen sorgen zwar des öfteren für Schweißausbrüche, dafür entschädigt das fantastische Flugbild. Wie mit einem Messer gezogen schneidet man damit durch die Luft.

Die Größe des Modells mit 2,20 Metern Spannweite trägt entscheidend zum Flugspaß bei. Außerdem habe ich ein Benedini Soundmodul mit ordentlich Schalldruck verbaut, was schnelle Vorbeiflüge noch eindrucksvoller macht. Die Flugleistungen war durch den Pichler Boost 180, befeuert von 12 Zellen, mehr als sportlich. Mit einer 22×12 Zoll Schraube gönnt sich der Antrieb unter Volllast 85 Ampere, was die zwei 6S 5Ah LiPos relativ schnell leersaugt. Jedoch kann man auch schon mit vergleichsweise gemütlichen 20 bis 25 Ampere recht flott seine Bahnen ziehen.

Zum Glück ging beim Absturz nur Holz kaputt, der wertvollen Elektronik und dem Antrieb scheint nichts passiert zu sein. Ob ich mir das Modell wieder aufbaue, kann ich jetzt noch nicht sagen. Die doch sehr anspruchsvollen Starts und Landungen und die damit verbundenen Anforderungen an den Untergrund sprechen dagegen. Erst mal neue Kraft schöpfen, dann sehen wir weiter…

Übung macht den Meister

Hoffentlich… irgendwann.

Ein ganz normaler Urlaubstag

Was für ein schöner Start in den Urlaubstag! Nach einem ausgiebigen Frühstück mit frischen Croissants ging es zu meiner Friseurin, bei der ich mir gleich dreimal die Haare waschen ließ, ihren unglaublich entspannenden Kopfmassagen-Skills wegen. Gestärkt von feinem Kaffee wollte ich den Vormittag auf meiner Flugwiese verbringen, die sich praktischerweise direkt hinter dem Garten unserer Hütte befindet (was auch das Wiederauffüllen der Kaffeetasse deutlich vereinfacht). Es hätte also ein schöner Tag werden können.

Auf dem Programm standen Loopings. Mein erster Looping mit einem MK überhaupt. Und natürlich ging er schief. Direkt nach dem Überschlag (in sicherer Höhe und mit genügend Abstand zu Hindernissen) verlor ich die Kontrolle, Thekla driftete ab und außer Sichtweite. Und das obwohl ich, kurz nachdem ich den Kontrollverlust bemerkt habe, Position und Altitude Hold eingeschalten und den Roll/Nick Stick nicht auf Nullstellung belassen habe. Sehr, sehr komisch und mir völlig schleierhaft. Jedenfalls krachte Thekla in einen hübschen und vor allem hohen Baum.

Zum Glück habe ich sie sehr schnell gefunden, da sie sich über das Ausschalten des Senders lautstark beschwert hat. Was tun? Sie hing in einem Baum inmitten einer -gruppe, in einer Höhe von ca. 15 Metern. Raufklettern war nicht möglich da die blöde Fichte unten nur sehr dünne Äste hatte.

Man hört ja immer wieder, dass die Feuerwehr Katzen aus Bäumen rettet, wieso also auch nicht festsitzende Theklas? Ein wenig geschämt habe ich mich ja schon, als ich die „112“ gerufen habe. Aber was soll man tun? Der Kommandant der örtlichen freiwilligen Feuerwehr, der sich später die Sache vor Ort angeschaut hat, konnte mir leider nicht helfen, da sie hier keine Drehleiter haben und dafür extra Gerät aus der nächsten Stadt holen müssten, was sich dann sehr deutlich auf das Gewicht meiner Geldbörse ausgewirkt hätte. Also wieder ans Telefon gesetzt und sämtliche Möglichkeiten durchtelefoniert, so habe ich zum Beispiel bei der Schule für Baumkletterer in München angerufen. Aber kurzfristig konnte mir niemand helfen. Und der neue LiPo wurde leerer und leerer.

Letztendlich hatte ich dann doch noch Glück, konnte das Mitleid eines Hebebühnen-Verleihers in der Nähe erwecken, welcher (nach ein wenig verhandeln sehr zeitnah) mit seiner 25 Meter Teleskop-Bühne anrückte und mich damit äußerst geschickt in luftige Höhen brachte. Und das zu einem angemessenen Tarif. Der Thekla fehlt hardwaremäßig  nichts, nur ein einziger Propeller ist gebrochen. Puh. Wichtig ist jetzt erst einmal, die Absturzursache zu klären.

Und somit endete dieser stressige und teure Urlaubstag. Wobei der Ausblick aus 20 Metern Höhe zugegebenermaßen doch recht schön war. 🙂

Glück haben immer nur die Dummen

So zum Beispiel ich. Beim selbstverursachten Absturz am letzten Samstag kam der Copter unglaublich glimpflich davon. Und mein Geldbeutel auch.

Der letzte Eintrag der vorletzten Logdatei zeigt eine aktuelle Höhe von knapp 85 Meter, stark fallend mit 5,27 m/s. (Dynamic) Altitude Hold war an, d.h. ich habe mit maximalem Knüppelausschlag Höhe abgebaut. Den Rest kennen wir ja. Der Copter ist also aus einer doch recht sportlichen Höhe gefallen. Jetzt wird’s interessant: Es gibt noch eine zweite Logdatei, nur ein paar Byte groß. Leider stehen außer dem Header keine Einträge drin. Das Erstellungsdatum der Datei beweist jedoch, dass sie nur ein paar Sekunden nach dem letzten Eintrag der ersten Logdatei angelegt wurde.

Mir gelang es während des Falls nämlich noch, die Motoren neu zu starten. Für eine saubere Landung hat es leider nicht mehr gereicht, jedoch wurde die Fallgeschwindigkeit deutlich abgebremst, außerdem kam der Copter wie eine Katze mit den Beinen nach unten auf. Und zusätzlich an einer sehr matschigen Stelle mit frisch aufgewühlter Erde.

Richtig kaputt ging deshalb neben den Propellern nur ein Arm, welcher ein wenig kaltverformt wurde. Dieser war schnell gewechselt. Die Kamerahalterung lässt sich mit ein paar Streifen GFK wieder reparieren. Die Motoren blieben heil, nach einer gründlichen Reinigung laufen sie wie am ersten Tag. Aber, und das ist das Wichtigste: Die Elektronik überstand alles ohne (zumindest jetzt zu sehenden) Schaden.

Bleibt noch die Kamera… Hier war das Display gebrochen. Als hätte ich es vorausgeahnt, habe ich mir vor ein paar Wochen einen defekten Ersatzteilträger auf eBay für wenige Euros ersteigert. Mit tadellos funktionierendem Display. War sehr schnell ausgewechselt.

Puh. Was bin ich erleichtert… Und den Motor-Sicherheitsschalter habe ich nun aktiviert und benutze ihn in Zukunft brav.

 

Thekla suhlt sich im Dreck

Ich Depp hab wohl im Flug die Motoren ausgeschalten (Gier/Gas unten links). Der Motor-Sicherheitsschalter macht wohl Sinn. Definitiv.

Die Canon S95 ist wohl hinüber, ebenso deren Halterung, ob die MK Elektronik was abbekommen hat, weiß ich noch nicht.

 

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Ikarus05 – Absturzursachenforschung… Mal wieder

Das ist ja alles unglaublich unlustig. So viel Zeit vergeudet – zumindest wenn man das dabei Gelernte außen vor lässt – für nichts und wieder nichts. Jetzt hab ich die Schnauze so richtig voll. Doch bei allem Scheitern hat die Sache auch eine positive Seite: Er flog. Zwar nicht wie gewünscht (hehe), aber immerhin. Damit konnte ich beweisen, dass es durchaus möglich ist, einen sowohl ausreichend leichten als auch ausreichend stabilen Multicopter Rahmen zu drucken, also zumindest einen Großteil des Rahmens.

Wie bitter, nun hab ich vom fertigen Zustand noch nicht mal Fotos. Diese wollte ich erst nach erfolgreichem Erstflug machen. Eine derartige Vergänglichkeit kam mir nicht in den Sinn.

Nachdem erste Tests in der Hand erfolgreich verliefen, wagte ich mich an den ersten richtigen Flug. Erst mal nur in Bodennähe, in hindernisfreier Umgebung, bei bestem Flugwetter. Er hob ab und flog astrein. Ein wenig wacklig zwar noch, das Einstellen der PID Werte lag noch vor uns, aber stabil. Soweit der schöne Teil der Geschichte. Nach ca. 30 Sekunden Flug in 2 bis 3m Höhe gab das gute Stück plötzlich Vollgas, flog davon wie eine Rakete und stürzte nach wilden Flugmanövern ungebremst aus geschätzten 30m Höhe auf eine Teerstraße. Natürlich… Teerstraße. Was auch sonst. Mein Glück ist ab und zu kaum zu fassen. Schön matschiger Boden und die Schäden wären bei weitem nicht so hoch. Ich hasse Teerstraßen.

Wie kann es sein, dass der Copter plötzlich unkontrollierbar wegstieg? Aus einem absolut stabilen Flug heraus, ohne dass ich irgendwas verändert hätte, also Wechseln des Modus oder ähnliches? Tja. Keine Ahnung. Ich würde ja gern in die Logs schauen, aber der APM ist komplett tot und will nicht mehr mit mir sprechen. Was mich nicht wundert, so wie der aussieht. An meinem Sender (Graupner MX-12) kann es eigentlich nicht liegen, zumindest würde mich das sehr überraschen. Es ließ sich daran jedenfalls kein Fehler feststellen.

Was ging kaputt? Diese Liste muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Ein unglaublicher Absturz. Dagegen waren die bisherigen Crashes Kindergeburtstag.

  • ArduPilot Mega (Der zweite nach meiner Wasserlandung)
  • Magnetometer (Kompass)
  • GPS
  • Graupner GR-12 Empfänger (verursacht nur noch einen Kurzschluss)
  • GoPro HD (!)
  • Roll/Nick Kameraaufhängung
  • Sämtliche selbstgedruckten Rahmenteile
  • 4 Motorwellen (zwei sehen noch einigermaßen gerade aus)
  • 6 Propeller

Aua aua aua. Das Thema ArduCopter ist für mich jedenfalls gegessen. Wobei ich die Schuld nicht diesem Projekt zuschieben will, ganz und gar nicht. Schließlich ist die Ursache des Absturzes sehr unklar. Es lag tendenziell wohl eher am Benutzer. Ich bin immer noch davon überzeugt, das der ArduPilot eine sehr gute Plattform ist.

Nur nicht für mich.

Am Boden

Zu sehen sind hier die Überreste des Ikarus05. Zerschellt aufgrund nicht nachvollziehbarer Probleme mit dem ArduPilot. Ich werde wohl die Plattform wechseln.

Es gibt nichts, …

… das man nicht mit viel Kleber und Panzertape reparieren könnte.