Neues aus der Robotik

Stayin‘ alive

Useless Box

Geschmortes

Nur für euch, liebe Leser, habe ich soeben im Selbstversuch ausprobiert, was passiert, wenn man die zwei Pole eines 6S LiPos aneinanderhält. Nun gut, so ganz freiwillig war es nicht… Jedenfalls gibt’s ordentlich Geschmortes. LiPo und dessen Besitzer sind wohlauf, zum Glück bestand der Kontakt nur sehr kurz, aber die Stecker hat es sehr ordentlich zerbrutzelt.

Neues Projekt: VAMP

Immer wenn ich die Thekla höher steigen lasse, denk ich mir, wie schön es doch jetzt wäre, die Motoren auszuschalten und runterzusegeln, lautlos vom Wind getragen. Leider sind die Segeleigenschaften von Multikoptern nicht besonders gut. Daher lasse ich (zumindest gewollte) Versuche in diese Richtung und bau mir lieber ein geeignetes Flächenmodell. 😉

Nun hab ich ja noch ein paar funktionierende Teile der ArduCopter Elektronik (APM). Das Arduino Board scheint noch ok, zumindest kann ich es über einen FDTI Adapter ansprechen. GPS und Magnetometer funktionieren auch noch. Nur das IMU Shield (Olipan) ist nicht mehr so fit, da müsste ich ein neues bestellen. Statt der ArduCopter Firmware kommt dann halt die des ArduPlane Projekts drauf.

Doch in welches Modell einbauen? Meine Anforderungen: Gemütliches Flugverhalten, lange Flugzeit, ausreichende Tragfähigkeit (Canon S95) und generell einfaches Handling (z.B. in Bezug auf Größe und Zugang zu den Komponenten).

Die Wahl fiel letztendlich auf dieses schöne Modell, den VAMP von Bormatec. Zwar finden viele das Flugzeug potthässlich, was zugegebenermaßen auch stimmt, meiner Meinung besticht dieses Gerät jedoch gerade durch sein schnörkelloses, rein technisches Design. Form follows function in Reinkultur. Ich will ja kein Modell sondern eine Drohne… Meine Anforderungen jedenfalls werden von diesem Flieger voll erfüllt. Derzeit befinde ich mich noch mitten im Aufbau, sobald es fertig ist, gibt’s einen ausführlichen Baubericht.

Das Haar in der Wärmeleitpaste

Wenigstens weiß ich jetzt, warum die Kühlleistung des neuen CPU-Kühlers zu wünschen übrig ließ. Einen solchen Umbau sollte man halt nicht nachts bei schlechtem Licht machen. Pfui.

Rätselhaftes Geburtstagsgeschenk

Meine Freundin und ich schenken uns prinzipiell nichts Materielles zum Geburtstag oder an Weihnachten. Ich finde ja, es wird generell zu viel Glump (übersetzt: Dinge, die nichts taugen) verschenkt, Zeug, das keiner braucht und das dann eh nur rumliegt. Und mir kann man eh nichts schenken, ich weiß leider immer zu genau was ich will, d.h. die Chancen, es mir recht zu machen, sind sehr gering. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Also schenken wir uns Dienstleistungen und selbst Gebasteltes. Dieses Jahr bekam meine Freundin von mir eine Art Schnitzeljagd quer durch’s Haus. Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir mit der Renovierung unserer arg verwohnten Hütte begonnen und sie in ein mittlerweile annehmbar gemütliches Nest verwandelt. Motto der Schnitzeljagd war deshalb: Dinge, die sich im letzten Jahr verändert haben. Nicht nur Dinge, auch gemeinsame Erlebnisse.

Der Plan:

  • Überraschung ist immer gut, deshalb bekommt meine Freundin zuallererst eine SMS von einer ihr unbekannten Nummer mit einem Link auf eine Webseite drin.
  • Auf der Webseite steht eine Art Anleitung zum Scannen von QR-Codes mit dem Smartphone. Ein bisschen geekig muss es schon sein!
  • Außerdem ein erster Hinweis in Form eines QR-Codes
  • Um zum Ort des Schatzes zu kommen, muss man sich ein Passwort erarbeiten. Dieses Passwort erhält man nach und nach, je ein Buchstabe pro Station.
  • Bei jeder Station bekommt man ein Rätsel, welches einen zum nächsten Rätsel führt und so weiter.
  • Natürlich alles per QR-Codes 🙂
  • Der Schatz, eine klitzekleine Kleinigkeit, lag letztendlich in der Tiefkühltruhe im Keller, verpackt in selbstgemaltem Geschenkpapier.

Funktioniert hat leider nicht alles: Leider kam die SMS erst am nächsten Tag an, deshalb musste ich ihr die Adresse anderweitig zukommen lassen. Ein Code wurde leider schon vorher entdeckt. Von der Schwiegermutter. Außerdem habe ich meine Freundin mal wieder ziemlich unterschätzt, die Rätsel waren viel zu leicht. Frauen speichern emotionale Erlebnisse scheinbar ganz anders ab als Männer. 😉

Es war jedenfalls eine ziemliche Gaudi. Sie hat’s gefreut. Und mich auch. Vielleicht eine Anregung für diejenigen die noch nicht wissen was sie ihrem Partner schenken sollen?

 

Exkurs: Das autostereokopische Display des Nintendo 3DS

Wie funktioniert’s?

Im Grunde hat das TFT Display des 3DS eine Auflösung von 2 x 400 x 240 Pixel, sprich 800 x 240 Pixel. Um einen 3D Effekt zu erzielen, wird für jedes Auge ein eigenes Bild berechnet und spaltenweise dargestellt. Vor diesem Display befindet sich ein zweites LCD als eine Art Blick-Barriere. Diese bewirkt, dass jedes Auge nur die jeweils ‚eigenen‘ Pixel-Spalten sieht.

Hier eine kleine Grafik zur besseren Verdeutlichung:

Der Schieberegler am Display verstärkt oder vermindert den 3D Effekt, hierbei wird die Berechnung der beiden Bilder geändert. Schaltet man 3D ganz aus, wird einfach nur das zweite LCD, die Barriere, deaktiviert. Dies bedeutet dann auch, dass 2D Modus ein Pixel genau genommen aus zwei Pixeln besteht.

Vorteil: Keine zusätzliche Brille benötigt. Nachteil: Starke Blickwinkelabhängigkeit (5°).

Warum ich diesen Artikel verfasst habe? Nun, ich steh‘ halt auf bärtige, italienische Klempner, sozusagen ein Kindheitstrauma. Und pünktlich zum 30. hab‘ ich mir deshalb ein Nintendo 3DS inkl. Super Mario 3D gegönnt. Und es ist herrlich.