Da ich derzeit beruflich viel auf Achse bin, gerne ab und an ein Spielchen wage und auch relativ viel Zeit mit Blender verbringe, musste ein Laptop mit ordentlicher 3D-Grafikleistung her. Enttäuscht vom neuen MacBook Pro (Gehts eigentlich noch, Apple?!?) war recht schnell klar, dass es ein Gerät mit Windows sein musste. Mittlerweile wird der relativ neue Markt mobiler Gaming PCs ja mehr als ausreichend bedient. Nur leider fallen die Dinger optisch meist gewöhnungsbedürftig aus, passen eher in ein Jugendzimmer als in eine reduzierte Arbeitsumgebung. Da erschienen mir die neuen Alienware Modelle recht zurückhaltend. Von der unnötigen Beleuchtung abgesehen, strahlen die Alienware Laptops eine Art industriellen Charme aus, finde ich. Einen 20% Gutschein genutzt und schon war ein erst kürzlich erschienenes 15 R3 mit recht gutem Preis/Leistungsverhältnis gekauft. Nach drei Wochen der Produktion und des Versands (die langsamste Variante von UPS, an der falschen Stelle gespart?) war es dann hier… Jedoch war die Enttäuschung groß!

Warum? Scheinbar ist das Kühlsystem nicht in der Lage, die Wärmeleistung des i7-6820HK ordentlich abzuführen. Hmpf. Wieder ein Dell/Alienware Reinfall?

Als selbsternannter Bastler (aka. König der Pfuscher) lässt man es sich natürlich nicht nehmen, das Gerät erst mal von innen zu betrachten und eventuelle Montagefehler auszubessern. Denn wir wissen ja bereits dass die Hersteller in Punkto Wärmeleitpaste nicht zu den besten Produkten greifen und diese Zahnpasta zu großzügig verteilen. Das war auch hier der Fall. Jedoch zeigte sich ein weiteres Problem. Meiner Meinung nach ein dicker Konstruktionsfehler. Seht euch die Bilder an: Der Kühler der CPU wird durch drei Laschen (und Schrauben) fixiert. Leider überspannt eine dieser Laschen die Spannungswandler und sorgt mit Wärmeleitpads für eine Kühlung derselben. Dadurch liegt der Kühler nicht ordentlich auf. Dies würde auch erklären, dass es so krasse Temperaturunterschiede zwischen den Kernen der CPU gibt. Ein wenig an der Lasche rumgefummelt, geprüft ob der Kühler nun gut sitzt und, um das Maximum an Wärmeableitung rauszuholen, Kühler und CPU mit Liquid Metal (Thermal Grizzly Conductonaut) verbunden… Und schon stimmen die Temperaturen. Kein Throttling weit und breit.

Übrigens: Dieser Laptop ist in Punkto Wartbarkeit ein absoluter Traum! Dell verwendet stinknormale Schrauben, es gibt keine abbrechenden Nasen/Haken und keine nervigen Verklebungen. Für einen Laptop richtig gut. Kein Vergleich zu Apple Produkten.

Fazit dieser Aktion: Garantie u.U. dahin, Laptop funktioniert nun wie gewünscht. Wäre Zurückschicken und Inanspruchnahme besser gewesen? Keine Ahnung… Langweiliger mit Sicherheit!

Der Vollständigkeit halber hier die Komponenten des Geräts: Intel i7-6820HK, Nvidia GTX1070 8GB, 4K Display, augerüstet mit einer Samsung PM961 1TB und 32GB RAM.

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