Keine Angst vorm roten Punkt – Leica M9 zerlegt

Der im vorherigen Beitrag kurz angesprochene Absturz der Leica hatte leider die Mechanik des Messsuchers etwas durcheinandergebracht: Die beiden Sucherbilder lagen nicht mehr aufeinander sondern vertikal versetzt. Deshalb hatte ich vor, das gute Stück zwecks Justierung nach Solms zu schicken. Aber irgendwie kränkt mich so etwas in meiner Bastler-Ehre… Kann man doch auch selbst reparieren, oder? Ist ja schließlich keine Raketentechnik sondern Jahrzehnte alte Mechanik!

Ein gewisser Respekt bleibt natürlich, vor allem wenn man an den Anschaffungspreis denkt. Aber schließlich ist dies auch nichts anderes als ein normales technisches Gerät, auch wenn ein roter Punkt drauf ist.

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Leica verzichtet zum Glück auf spezielle Schraubenkopfprofile und setzt ausschließlich auf Kreuzschlitzschrauben. Die Plastikverkleidung an der Unterseite (unterm Akkudeckel) ist schnell abgeschraubt. Mit nur zwei Schrauben ist das obere Gehäuseteil der Kamera befestigt. Beim Abnehmen unbedingt auf den Anschluss der Bedienelemente wie Auslöser und Belichtungszeit-Wahlrad achten!

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Die Lösung für mein Problem: Leichtes Justieren der auf dem oberen Bild in der Mitte zu sehenden Schraube (die mit dem Schraubensicherungslack). Dadurch lässt sich die komplette Einheit, die vom Objektiv beim Drehen des Fokusrings bewegt wird, in der Höhe verstellen. Exakt eingestellt, Schraubensicherungslack drauf, Kamera wieder zusammengebaut – Fertig!

Ob das nun die richtige Vorgehensweise war, weiß ich natürlich nicht. Auch nicht ob durch meine laienhafte Reparatur Folgeschäden entstehen. Außerdem ist fraglich, ob beim Aufprall auf der Treppe nicht irgendetwas anderes kaputt ging und mein Reparaturversuch an einer völlig falschen Stelle ansetzt. Viele Unwägbarkeiten also… Aber was solls? Die Kamera lässt sich wieder ordentlich fokussieren und funktioniert, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, wieder einwandfrei!

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