Warum ich genug von Apple hatte

Damals, im Jahre 2000, war ich als überzeugter Linux-Benutzer ja absolut fasziniert von der ersten Mac OS X Beta und habe deren Entwicklung sabbernd und lechzend verfolgt. Ein *nix System, das auch noch benutzerfreundlich ist und gut aussieht. Super Sache. 2003 bin ich dann geswitched. Der erste Mac war ein Powerbook 12″ mit 867 MHz G4, 40 GB Festplatte und satten 128 MB Arbeitsspeicher. Und es war richtig toll. Der Rechner wurde zum unauffällig agierenden Werkzeug, der sicher lief und keine Zicken machte. So wie es ja eigentlich sein sollte. Mit den Jahren kamen und gingen die Power- und MacBooks, iMacs und Mac Pros. Und ja, ich war ein Jünger der Sekte Marke und betrieb ordentlich Propaganda. Mit Genuss rieb ich Windows Benutzern die Überlegenheit meines Systems unter die Nase. Diesen unwürdigen Kretins.

Doch die Zeiten änderten sich. Was war passiert?

Apple ist statt innovativ nur noch repetiv

Es kommt einfach nichts Neues oder Bahnbrechendes mehr. Etwas, das einen vom Hocker gehauen hat. So wie das iPhone. Oder das erste MacBook Air. Kann auch an meiner persönlichen Wahrnehmung liegen. Der Mac Pro Mülleimer reißt es leider nicht raus.

Windows wurde besser und besser. Und schöner.

Seit Version hat sich Windows zu einem stabilen und flotten System entwickelt. Spätestens seit Windows 8 sieht es auch noch gut aus. Steinigt mich für diese Aussage, aber ich als alter Fan von Flat Design halte die Kachel Oberfläche von Windows 8 für einen sehr großen Wurf in Sachen Screendesign. Mac OS X wirkt einfach nur langweilig und altbacken.

Apple ist im Massenmarkt angekommen

Seien wir doch mal ehrlich: Jeder von uns Würmern steht doch drauf, ein Individualist zu sein, anders als die breite Masse. Als Apple Benutzer war man das früher. Und natürlich hat es mir gefallen, Fragen zu beantworten, den Rechner zu zeigen und darüber zu diskutieren, was denn nun das bessere Betriebssystem ist. Seitdem man Apple Hardware beim Blödmarkt kaufen kann und jedes zweite Kiddie mit einem iPhone rumrennt, sind diese Zeiten leider vorbei. Und alle, die jetzt die Nase rümpfen: Haltet inne und hört in euch rein. Auch euer Ego steht auf so etwas.

Jedenfalls sitze ich jetzt gerade vor meinem Windows PC, neben liegt ein Android Smartphone und in der Tasche schlummert ein Surface Pro 3. Und die Dinger funktionieren alle einwandfrei. Ich sehe derzeit keinen Grund, wieder zurückzukehren.

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