Meine Spiele des Jahres 2014 (PC)

Ja, ich weiß, dieser Beitrag kommt reichlich spät. Doch ich brauchte ein wenig Bedenkzeit. Mitterweile bin ich ja so rein gar nicht mehr wählerisch, was die Wahl des Genres angeht. Das liegt wohl auch daran, dass die Grenzen zwischen den Sparten langsam verwischen und heutzutage beispielsweise auch ein Shooter eine gute Story haben kann. Oder ist es dadurch begründet, dass ich als alter Mann, der sämtliche Zocker-Ideale längst aufgegeben hat, es mir liebend gerne in der warmen, weichen Bequemlichkeit moderner AAA Titel gemütlich mache? Sei’s drum. Hier ist meine Liste.

Platz 3: Dark Souls II (Spielzeit 52h)

Komischerweise kam ich den ersten Teil der Reihe nie so richtig rein. Teil 2 hat mich jedoch ziemlich gepackt. Trotz oftmaligem Fluchens und dem Verlust eines XBox 360 Controllers durch unsanftes „Ablegen“ ist Dark Souls II für mich eines der packensten und spannensten Erlebnisse der letzten Jahre. Der Schwierigkeitsgrad ist durchaus knackig, jedoch meist fair und machbar, auch wenn’s ab und an mehr als einen Versuch braucht. Von der Spielmechanik her sehr beeindruckend und perfekt abgestimmt. Aber ich bin wohl ein wenig zu alt für so etwas. Nach einem langen Arbeitstag war ich oftmals einfach zu müde und hatte einfach keine Lust auf diese Art von Aufregung.

Platz 2: Far Cry 4 (Spielzeit 23,1h)

Lag als Gutschein einer Grafikkarte dabei und wurde erst mal einige Wochen liegen gelassen. Doch einmal angespielt war ich ziemlich schnell vom Setting angetan: Im fiktiven Land Kyrat, wohl irgendwo im Himalaya gelegen, tobt ein Krieg zwischen einem autokratischen Regime und der aufständischen Bevölkerung. Die Story ist zwar etwas mau aber durchaus unterhaltsam. Doch für mich das eigentlich Reizvolle an diesem Spiel ist die Tatsache, dass hier das Open World Prinzip hervorragend funktioniert. Man genießt die Freiheiten, die einem Kyrat in Form eines riesigen Abenteuerspielplatzes bietet. Highlights waren für mich das möglichst elegante Ausräuchern von Festungen der Regierung. Und man kann auf Elefanten reiten!

Platz 1: Dragon Age: Inquisition (Spielzeit: 66h)

Das typische Bioware Wohlfühl-Paket. Wundervoll und detailreich gestaltete, ziemlich große (jedoch nicht zusammenhängende) Welt, glaubhaft und lebensecht wirkende Charaktere mit witziger Interaktion untereinander. Story ganz in Ordnung, durch Entscheidungen beeinflussbar, welche sich auch auf die Beziehung zu den Gefährten auswirken. Leider ist es mir nicht gelungen, erfolgreich eine Liebesbeziehung einzugehen. Mit dem eisernen Bullen wäre wohl was gegangen, aber da hatte ich wegen der Hörner Angst. Das Spiel plätschert irgendwie immer so vor sich hin, es gibt keine besonderen Höhepunkte oder Tiefen. Es ist nicht besonders schwer, meine Party wurde nur ein paarmal komplett aufgerieben. Im Vergleich zu Dark Souls II was für Luschis. Aber das ist genau das was ich suche: Gute Unterhaltung ohne viel Fluchen und kaputte Controller.

Interessant und ein wenig erschreckend ist der Blick auf die vielen Stunden, die man sinnfrei vor dem PC verbracht hat. Aber ist etwas sinnfrei, wenn es zwar sinnlos ist, aber Spaß und Unterhaltung bietet? Nö. Außerdem: Auf 365 Tage gerechnet habe ich pro Tag weit weniger als eine Stunde gespielt. Klingt schon gleich nicht mehr so schrecklich.

Einen Sonderpreis für besonders gelungene Darstellung barocker Innenarchitektur bekommt Assassins Creed: Unity. Leider gibt’s für dieses Spiel sonst keinen Preis. Ein zweiter Sonderpreis, den für besonders gut gemachte „Vermenschlichung“ computergenerierter KI-Charaktere, geht an das Nemesis-System von Middle-Earth: Shadow of Mordor. Selten solche Hassgefühle gegen NPCs gehabt. Der Rest vom Spiel war irgendwie nicht so mein Fall.

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