Ultimaker 1.1

Bisher hatte mein Ultimaker, weitestgehend im Originalzustand aus Mitte 2011, zwei nervige Macken:

Gefühlt bei jedem unbeaufsichtigten mehrstündigen Druck versagte der Vortrieb des Material Feeders, da sich die geriffelte Welle ins Filament fraß. Zu wenig Anpressdruck, dabei zu viel Widerstand und keine Berücksichtigung von Abweichungen des Durchmessers des Materials. Letzterer Punkt war wohl auch der Grund dafür, dass eine nicht im Ultimaker Shop gekaufte Rolle PLA deutlich mehr dieser Fehler verursachte als eine „offizielle“. Zu hohe Toleranzen. Aber das ist nur eine Vermutung. Jedenfalls wurde diese Macke im Laufe des letzten Jahres durch ein geändertes Design des Bauteils, welches das Filament auf die Welle presst, recht elegant verbessert. Offensichtlich basiert dieses auf einem Entwurf von Bertho (siehe auch Thingiverse) und fand leicht angepasst Einzug in die Serie. Ein sehr lohnenswertes Upgrade, welches man sich auch relativ einfach selber drucken kann.

Das zweite Problemchen war, dass sich im Extruder gerne ein Pfropfen halbflüssiges Material gebildet hat. In Verbindung mit mangelhafter Materialzuführung (klingt professionell, was? 😉 ging ein Druck nach fünf bis zehn Minuten in die Hose, falls man nicht zuvor dafür gesorgt hatte, die Verstopfung zu durchstoßen. Durch ein neues Design des Druckkopfes, erhältlich als V2 Hot end Upgrade, sollte auch diese nervtötende Macke der Geschichte angehören, da die Konstruktion nun ohne den Einsatz von Teflonband dicht ist und die fehleranfällige Verbindung zum eventuell schlecht angeschnittenen Zuführungsschlauchs mithilfe eines Zwischenstücks (aus Teflon) so weit von der Wärmequelle entfernt wurde, dass das Material an der Stelle noch nicht schmilzt und sich somit nicht verhaken kann. Das ist wiederum nur wilde Spekulation. Aber lasst euch versichern dass es nun besser funktioniert.

Insgesamt gesehen zwei sehr lohnenswerte Upgrades, die die Fehleranfälligkeit deutlich sinken lassen. Sehr empfehlenswert.

Abschließend ein Bild der Bauteile des V1 Druckkopfes, welchen man die vielen Betriebsstunden deutlich ansieht. Bitte ignoriert die schlechte Bildqualität.

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