Flugmaschinen-Faszination

Dass ich auf meine alten Jahre noch zum RC-Modellflieger mutiere, hätte ich nicht gedacht. Aber hey, es macht einfach unglaublichen Spaß!

Als technikbegeisterter Mensch finde ich grundsätzlich jede Art von Maschinen faszinierend. Je schneller, größer und lauter desto besser. Ich bin der Typ, der Gänsehaut bekommt, wenn beispielsweise die wunderbare Kakophonie eines luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotors (vorzugsweise bei Volllast im höheren Drehzahlbereich) auf die Trommelfelle prallt. Und für Flugdinger hatte ich schon immer ein Faible: Schwerer als Luft, durch dynamischen Auftrieb trotzdem in derselben.

Ein Flugzeug zu bewegen ist pure Physik. Dynamik, also das Wirken von Kräften auf den Flugkörper, und auch ein wenig Kinetik, da sich dieser ja im Raum bewegt. Und damit zu spielen ist der Reiz. In den letzten Wochen habe ich fleissig geübt, mittlerweile gelingen schöne Starts und Landungen. Die Graupner Kadett 2400 ist für Einsteiger wie mich mehr als geeignet, dieses Fluggerät bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Fast schon langweilig wie unaufgeregt die Maschine selbst auf gröbste Pilotenfehler reagiert. Der Wunsch nach was Aufregenderem keimt schon länger in mir, aber dazu später mehr. Dies heißt jedoch nicht, dass man mit der Kadett nicht sportlich unterwegs sein kann, ganz im Gegenteil, das Ding verträgt sogar die ein oder andere (einfache) Kunstflugaktion. Sehr schön geht ein Turn, also mit viel Geschwindigkeit senkrecht nach oben und kurz vorm Stillstand mit einem kräftigen Seitenruderausschlag das Modell um die Hochachse drehen. Dies geschieht schon fast in Zeitlupentempo. Auch sehr fein sind die Langsamflugeigenschaften. Mit voll gesetzten Klappen kann man das Flugzeug bei einem tiefen Vorbeiflug im Schritttempo bewundern. Aber wie gesagt: Bis jetzt habe ich es nicht geschafft, durch lässige Auslegung der Grenzen der Physik auch nur ansatzweise in eine haarige Situation zu kommen. Selbst wenn man so Spielchen wie Gas rausnehmen und Höhe auf voll treibt, denkt das Flugzeug nicht mal dran, durch einseitigen Strömungsabriss ins unkontrollierbare Trudeln zu geraten. Nein, die Chose sackt ein wenig durch und nimmt selbstständig wieder Fahrt auf.

Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, ein zweites, etwas spannenderes Flugzeug anzuschaffen. Es wird wohl eine Messerschmidt Bf-109 von Black Horse mit 2,2 Meter Spannweite. Natürlich elektrisch angetrieben. Ich bin schon gespannt.

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