Die CNC-Kreativ Halterung kreativ umgestaltet

Diese Roll/Tilt-Kamerahalterung von CNC-Kreativ ist einfach nur billig. Tut mir leid, anders kann man das nicht ausdrücken. Nicht günstig, sondern billig. Günstig wäre für mich ein Produkt, das zwar vom Preis her billig ist, dafür aber tadellos funktioniert. Aber genau das tut diese Halterung ohne Modifikationen eben nicht. Punkt.

Viel Raum also für Optimierungen. Die letzten Abende und Nächte war ich nicht untätig.

Die unglaublich wabbeligen Beine habe ich mit Querstreben verstärkt. Jetzt schwingt der Copter nicht mehr bei der kleinsten Berührung vor und zurück. Entschuldigung, aber diese fehlenden Verstärkungen sind doch ein Konstruktionsfehler. Egal, jetzt passt’s ja. Von Hand gefräst, übrigens, und das sieht man auch. Ein Königreich für eine CNC-Fräse!

Der ab Werk nicht zu gebrauchende (da ohne Befestigungsmöglichkeiten) Akkuhalter wurde mit einer zurechtgestutzten Mikrokopter LiPo-Halterungsplatte optimiert. Hätte ich eine ordentliche Fräse, hätte ich mir was selbst gebaut. Aber man kann ja nicht alles haben. Versuche, dies mit dem 3D Drucker zu lösen, gingen leider schief. Wie immer: zu schwer und zu instabil. Doch zumindest konnte ich den Drucker für die hintere Halterung des Akkus einsetzen. Diese ist verschiebbar, somit auf verschieden lange LiPos anpassbar, ausserdem hält sie den Akku schön mittig. Und das durchbrochene „Kennzeichen“ ist auch ganz gut geworden, finde ich. 😉

Ich habe beschlossen, vorerst bei der S95 als Kamera zu bleiben. Eine schwerere Kamera bedeutet mir zu viel Aufwand… Irgendwo muss mal Schluss sein! Da die Schwinge (auf der die Kamera befestigt wird) von CNC-Kreativ deutlich überdimensioniert war, habe ich mir im Versuch, den 3D Drucker möglichst oft einzusetzen, was Selbstgedrucktes gebastelt.

Ein nach neuesten Erkenntnissen in der Strukturbionik *hust* konstruiertes… Ding. Wiegt nur 23 Gramm und ist sehr verwindungssteif. In einem Stück gedruckt, weswegen viele Support-Strukturen und dadurch umfangreiche Nachbearbeitung nötig war. Die Kamera wird einfach nur reingesteckt und ist dann gebettet in Gelpads. Sieht aus wie ein Fremdkörper am Copter… Schön ist was anderes. Colani wäre vermutlich stolz auf mich.

Mal sehen wie sich das alles bewährt, Praxistests stehen noch an.

6 Kommentare
  1. Matthias
    Matthias says:

    sieht wirklich sehr spacig aus! Ich hoffe nur dass die Vibrationen jetzt nicht von den seitlichen Pads trotzdem übertragen werden wenn die Kamera permanent mit ihnen in Kontakt ist. Stell mal ein Video im Schwebezustand (hab festgestellt dass die Flugphase von Haus aus vibrationsärmer ist). Würde mich sehr interessieren.

    Dann ein schönes Flug-WE. Ich kann leider nicht 🙁

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  2. Frief
    Frief says:

    Ahhhhhhh auf die Idee mit den Beinen bin ich noch nicht gekommen .. aber super Idee!! Danke …. hast du dies wackligen bewegungen der Kamerahalterung auch wegbekommen???? welche Servos benutzt du??

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    • johannes
      johannes says:

      Ja, durch meine gedruckte, die Kamera mit Gelpads umschließende Halterung sind die Vibrationen größtenteils Geschichte. Ich hab noch diese billigen Standard-Servos drin, hab aber schon länger vor, diese durch bessere und eventuell Riemenantrieben zu ersetzen. Aber so viele Projekte und so wenig Zeit… 🙁

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