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Ikarus05 – Absturzursachenforschung… Mal wieder

Das ist ja alles unglaublich unlustig. So viel Zeit vergeudet – zumindest wenn man das dabei Gelernte außen vor lässt – für nichts und wieder nichts. Jetzt hab ich die Schnauze so richtig voll. Doch bei allem Scheitern hat die Sache auch eine positive Seite: Er flog. Zwar nicht wie gewünscht (hehe), aber immerhin. Damit konnte ich beweisen, dass es durchaus möglich ist, einen sowohl ausreichend leichten als auch ausreichend stabilen Multicopter Rahmen zu drucken, also zumindest einen Großteil des Rahmens.

Wie bitter, nun hab ich vom fertigen Zustand noch nicht mal Fotos. Diese wollte ich erst nach erfolgreichem Erstflug machen. Eine derartige Vergänglichkeit kam mir nicht in den Sinn.

Nachdem erste Tests in der Hand erfolgreich verliefen, wagte ich mich an den ersten richtigen Flug. Erst mal nur in Bodennähe, in hindernisfreier Umgebung, bei bestem Flugwetter. Er hob ab und flog astrein. Ein wenig wacklig zwar noch, das Einstellen der PID Werte lag noch vor uns, aber stabil. Soweit der schöne Teil der Geschichte. Nach ca. 30 Sekunden Flug in 2 bis 3m Höhe gab das gute Stück plötzlich Vollgas, flog davon wie eine Rakete und stürzte nach wilden Flugmanövern ungebremst aus geschätzten 30m Höhe auf eine Teerstraße. Natürlich… Teerstraße. Was auch sonst. Mein Glück ist ab und zu kaum zu fassen. Schön matschiger Boden und die Schäden wären bei weitem nicht so hoch. Ich hasse Teerstraßen.

Wie kann es sein, dass der Copter plötzlich unkontrollierbar wegstieg? Aus einem absolut stabilen Flug heraus, ohne dass ich irgendwas verändert hätte, also Wechseln des Modus oder ähnliches? Tja. Keine Ahnung. Ich würde ja gern in die Logs schauen, aber der APM ist komplett tot und will nicht mehr mit mir sprechen. Was mich nicht wundert, so wie der aussieht. An meinem Sender (Graupner MX-12) kann es eigentlich nicht liegen, zumindest würde mich das sehr überraschen. Es ließ sich daran jedenfalls kein Fehler feststellen.

Was ging kaputt? Diese Liste muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Ein unglaublicher Absturz. Dagegen waren die bisherigen Crashes Kindergeburtstag.

  • ArduPilot Mega (Der zweite nach meiner Wasserlandung)
  • Magnetometer (Kompass)
  • GPS
  • Graupner GR-12 Empfänger (verursacht nur noch einen Kurzschluss)
  • GoPro HD (!)
  • Roll/Nick Kameraaufhängung
  • Sämtliche selbstgedruckten Rahmenteile
  • 4 Motorwellen (zwei sehen noch einigermaßen gerade aus)
  • 6 Propeller

Aua aua aua. Das Thema ArduCopter ist für mich jedenfalls gegessen. Wobei ich die Schuld nicht diesem Projekt zuschieben will, ganz und gar nicht. Schließlich ist die Ursache des Absturzes sehr unklar. Es lag tendenziell wohl eher am Benutzer. Ich bin immer noch davon überzeugt, das der ArduPilot eine sehr gute Plattform ist.

Nur nicht für mich.

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