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Ikarus03 – Erste Pläne und Entwürfe

Mein Ziel ist es ja, einen Rahmen für einen Quadro- bzw. Hexacopter mit möglichst vielen selbstgedruckten Teilen zu bauen. Als alter Bruchpilot mit überaus hohem Ersatzteilbedarf kann ich mir so mal eben neue Teile ausdrucken.

Doch hat PLA die nötigen Eigenschaften für einen solchen doch recht anspruchsvollen Einsatz? Erste einfache Tests zeigen: Durchaus!

Nun bin ich ja leider recht unbedarft und ein absoluter Laie in Sachen Konstruktion. Schlechte Voraussetzungen. Auf der Suche nach Informationen stieß ich auf so interessante Themen wie Topologieoptimierung und Strukturbionik. Wäre es nicht am besten, den Rahmen möglichst dreidimensional (im Vergleich zu „normalen“ Rahmen aus GFK Platten) zu gestalten und sich möglichst viel von der Natur abzuschauen? Das ist schwieriger als gedacht. Ich habe ehrlich gesagt auch wenig Ahnung, welche Kräfte z.b. auf einen Motorarm einwirken, zumindest fehlen mir Daten, die meine Vorstellungen bestätigen bzw. widerlegen. Da hilft nur eins: Probieren statt studieren!

Erste Entwürfe bestanden aus einer Gitterstruktur. Dieses Konzept habe ich jedoch schnell wieder aufgegeben und mich auf eine möglichst einfache Konstruktion festgelegt. Dies hat mehrere Vorteile: Das Drucken geht um ein vielfaches schneller und unkomplizierter, man benötigt keine nervigen Hilfskonstruktionen, die man nach Fertigstellung des Ausdrucks mühsam entfernen muss, und außerdem sieht ein einfach gehaltenes Objekt (mit vielen waagrechten Oberflächen) vom Druck her einfach besser aus. Und ist vermutlich sogar stabiler. Also ein „einarmiger“, vierkantiger Arm, gefüllt mit einer Gitterstruktur.

Einige der bisherigen Evolutionsstufen.

Der schwarze Arm rechts wird wohl der erste werden, mit dem ich einen Flugversuch starten werde. Er ist mindestens genau so bruchfest wie ein Standard Arducopter Alu-Arm, ein wenig flexibler zwar, aber trotzdem sehr vertrauenserweckend wirkend. Und mit 35g Gewicht auch annehmbar leicht (im Vergleich zu 17g des Arducopter Arms, ohne die Acryl-Motoraufnahme).

So, als nächstes mach‘ ich mich an das zentrale Verbindungsstück.

2 Kommentare
  1. Toni
    Toni says:

    Ich finde die Idee Teile für den Modellbau selber zu drucken sehr reizvoll. Mich würde interessieren, mit welchem Programm die 3d-Modelle erstellt sind. Ich experimentieren selber etwas mit google-sketchup, da das Programm sehr einfach zu bedienen ist. Aber sobald es um Formen geht, die kompliziertere Rundungen haben um eine höhere Steifigkeit zu erreichen komme ich mit sketchup oft nicht weiter. Ich freue schon darauf weitere Fortschritte über dieses Projekt zu lesen.

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    • johannes
      johannes says:

      Hallo Toni,
      derzeit erstelle ich meine Modelle mit Blender, aber eigentlich nur deshalb, weil ich das Programm schon kenne. Es funktioniert auch wunderbar, bis jetzt fehlen mir Funktionen „richtiger“ CAD Programme noch nicht.

      Antworten

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